Die Visionen von Bush - Bewaffnete Proteste der Palästinenser ge…
>
> > 1. Amerikaner sind gut, weil sie uns vor den Nazis gerettet haben.
>
> Nein.
>
> Amerikaner sind nicht per se “gut” oder “schlecht”, aber die
> Amerikaner haben z.B. eine längere demokratische Tradition.
> … Europa hat eine Bürokratie.
Für mich hat Europa eine demokratische Bürokratie und die Staaten
haben einen demokratischen Kapitalismus. Ob das eine besser als das
andere ist sei dahin gestellt.
Für die Gegenwart sei auf das obige Zitat hingewiesen.
> Siehe hierzu auch das Editorial in der sz vom Wochenende:
>
> http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/getArticleSZ.php?artikel=artike
> l7535.php
Auszug:
“Bush und seine neue Rechte finden und formulieren laufend radikal
neue Antworten für diese neuen radikalen Probleme. Gekoppelt sind die
Antworten an verheißungsvolle Visionen, gestützt werden sie von
unerschütterlichen Moralvorstellungen, nach denen die Welt in Gut und
Böse zerfällt.”
ACHTUNG:
Ich habe meine Gut-Böse-Thesen in Ironie-Tags gesetzt. Bush macht das
mit seinen nicht. Und der Leitartikelschreiber der SZ unterstütz Bush
darin.
Zudem unterstütz Artikel IMHO offen die selbstgerecht-paranoide
Haltung der USA: wir sind die Guten, aber überall lauert das Böse auf
uns.
> > 2. Juden sind gut, weil die Nazis sie schlecht behandelt haben.
>
> Juden sind nicht per se “gut” oder “schlecht”. Aber nach dem, was
> Deutsche Juden angetan haben, empfiehlt es sich, deutlich mehr
> Zurückhaltung walten zu lassen. [Verweis auf “KZ-Alltag”]
Niemand würde hierzulande einen Schwerkriminellen frei herumlaufen
lassen, weil er eine schwere Kindheit hatte. Es gibt vielleicht
mildernde Umstände, aber gewiss keine Straffreiheit.
Es geht ja nicht darum die Israelis wieder zu deportieren, aber so
wie es im nahen Osten zugeht, wird da niemand frieden finden, Israel
nicht und ganz bestimmt nicht Palestina.
> [Mit Blick auf die deutsche Geschichte:] wir haben schonmal
> keinerlei *moralische* Berechtigung, die Juden zu kritisieren - zumal
> die Entstehung des Staates Israels (und damit des jetzigen Dilemmas)
> ganz entscheidend auf den Massenmord im 2. Weltkrieg zurückgeht -
> also auf uns!
> Ohne Hitler hätten sich die Briten et al sicher nicht für einen
> eigenen Israelischen Staat ausgesprochen, ohne einen solchen aber
> wäre die Lage im Nahen Osten heute ganz anders. /wir/ haben das,
> geschichtlich gesehen, vermasselt, nicht die Juden!
Mit anderen Worten haben die Juden durch ein ihnen widerfahrenes
(unglaublich großes) Unrecht die moralische Immunität erworben? Nicht
für mich.
Was ist dann mit den Homosexuellen, den Sinti
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