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Kommunikation von morgen! - Proteste gegen Bundestagsbeschluss zur V…

21 Juni, 2008 (03:02) | Allgemein

protesteseinandersetzung um die Vorratsspeicherung sämtlicher
> Verbindungs- und Standortdaten, die bei der Abwicklung von
> Diensten wie Telefonieren, E-Mailen, SMS-Versand, Surfen,
> Chatten oder Filesharing anfallen, …
Telefonieren:
Für rechtlich oder andere Daten, die nicht mitgehört werden soll,
kann ich nur die maßenhafte Anschaffung von gebrauchten Prepaidkarten
(z. B. bei ebay) empfehlen. Es dürfen ja derzeit nur
Standort/Verbindungsdaten gespeichert werden. Selbst mein Anwalt
spricht generell keine Details mehr per Telefon ab. Alles nur über
“abhörsichere” Telefone oder persönlich. Das allein sollte einem zu
denken geben.
eMailen:
kann ich z. B. das empfehlen
http://www1.ku-eichstaett.de/urz/inkuerze/1_05/mailverschluesselung.h
tml. Unter Linux ist es ähnlich.
SMS Versand:
Möglichst drauf verzichten oder Prepaidkarten nutzen und dann die
Karte wegwerfen oder über Internetdienste. Gibt ja genug davon. Und
nicht zu simsen.de gehen. ;) Surfen:
Wenn es anonym sein soll, dann nur per GPRS/UMTS. Manche Anbieter
haben dafür auch nur eine IP für alle User. ;) Chatten:
Möglichst nur über Off-the-record messaging. Es gibt dafür viele
Tutorials im Netz für fast alle Clients. Logs ausschalten nicht
vergessen. Bei Webseiten immer anonyme Proxies verwenden, z. B. von
da -> http://www.proxy-world.de/.
Filesharing:
Möglichst drauf verzichten. Ansonsten nur verschlüsselte Rars o. ä.
downloaden. und immer schön die Dateien umbenennen, z. B. in Knoppix
7 o. ä. Das führt zwar zu Fakes, aber wer weiß, wo er suchen kann hat
damit keine Probleme. Als Ihr feststellen musstet, dass das garnicht
das gesuchte war, habt Ihr die Datei natürlich sofort gelöscht.
Ansonsten lieber einen Freundeskreis anlegen und die Files auf der
nächsten Lanparty tauschen.
UND GANZ WICHTIG: Wenn Ihr eh Linux nutzt, was ich nur jedem
empfehlen kann, der seine Daten schützen will, besorgt Euch eine
Festplatte oder noch besser ein Raid. Bindet diese verschlüsselt ein
mit ungewöhnlicher Bytelänge. Wenn die es versuchen zu mounten,
verursachen Sie im besten Fall einen Datencrash. Die meisten
Programme von der Polizei können eh nur Winformate lesen. Wenn die
nix auf den Platten finden, dürfen sie die Harware auch nicht
mitnehmen. ;) Automount natürlich deaktivieren, sonst bringt es das nicht, am
besten auch die Treiber nicht mitladen lassen - man braucht halt zum
starten 2 Minuten länger. Im Falle einer Hausdurchsuchung, warum auch
immer, reicht es den Rechner einfach auszuschalten. Passwortdaten
müsst Ihr keine rausgeben, Ihr müsst Euch nur darauf festlegen, dass
dort nur Datennmüll drauf ist. Wenn die es nicht lesen können, ist
das deren Problem, nicht Euers. Es hilft auch besonders wichtige
sensible Daten auf anderen Datenträgern abzulegen, sprich Handy,
Fotoapparat, Xbox, Satelitenreceiver mit Festplatte, Ipod oder was
auch immer.
Wenn Ihr das alles beherzigt, kann Euch eigentlich nicht viel
passieren. Der Aufwand lohnt natürlich nur bei wirklich sensiblen
Daten. heise.de kann man normalerweise auch ohne Proxy ansurfen, wenn
man nicht grad zum DDos aufruft. *g*
Mir ist natürlich schon bewußt, dass ich damit auch allen eine
Anleitung gebe, die kleine Mädchen aus’m Bravochat abschleppen
wollen, illegale Videos tauschen, Terroranschläge planen, Rechte
Demos organisieren oder anderen Dummfug. Diesen Personen habe ich
allerdings jetzt auch nix Neues erzählt.
Ich möchte nur allen “normalen” Bürgern helfen, ihre Rechte zu
schützen. Weil genau die sind es, die die Überwachung betrifft und
genau die sind es auch, die ggf. unberechtigt unter Beschuss geraten
werden.

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