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re - Würdige Feiern, rotzfreche Proteste

10 Juni, 2008 (10:03) | Allgemein

protesteeiß nicht wie Du auf das schmale Brett kommst ich würde die
> Wehrmacht mit der Bundeswehr vergleichen.
Ich kann dir weiter helfen:
> > Jedes Land hat schließlich seine militaristischen Traditionen.
> >
> > Vor dem Gemetzel sind deutsche Soldaten echt zackig und schneidig:
> >
> > http://www.thewarpage.com/gbefore.html
> >
> > Nachher dann nicht mehr:
> >
> > http://www.thewarpage.com/gafter.html
Erinnerst du dich? Traditionen, deutsche Soldaten, Präsens.
Du meintest das nicht so? Gut, das erspart mir weitere Ausführungen
über Konnotationen und macht Platz für anderes.
> Es gibt keinen Aggressor der akut den Bestand der Bundesrepublik
> gefährdet
Das ist richtig, jetzt. Ich weiß nicht, ob du den Fall der Mauer
vorhergesehen hast oder den 11.9., ich glaube, dass man sich mancher
Dinge nicht so sicher sein kann, dass man ihr mögliches Eintreten
völlig außer acht lassen könnte.
> aber 4 Soldaten der Bundeswehr sind trotzdem tot. Das
> passt nicht zusammen und es gefällt mir nicht.
Das passt leider sehr gut zusammen. Es war unter den grossen Mächten
nur für die Verlierer des WK2 so, dass militärisches Engagement keine
Rolle spielte in den letzten fünfzig Jahren, in Europa also nur für
die Deutschen. Ansonsten spielte militärische Potenz eine bedeutende
Rolle, ob’s uns gefällt oder nicht.
Unter diesen Bedingungen ist es nicht sehr überraschend, dass der
deutsche Wunsch nach mehr Einflußnahme in der Welt militärische
Teilnahmen bedingte. Es ist also nur eine Frage der Zeit gewesen,
wann die ersten Soldaten anders sterben würden als durch einen
Unfall.
Ich bin mir nicht sicher, welche Folgen es für die (wie ich finde von
allen, die sich zur ‘grossen Politik’ äussern gewünschte)
Einflußnahme hätte, würde die BRD ihr Engagement wieder auf 0 fahren.
Ich bin da völlig schmerzfrei, ich vermute nur, dass das die
Möglichkeiten dieses Staates, seine Ansichten zum wünschenswerten
Lauf der Dinge zu Gehör zu bringen, noch weiter sinken werden.
> > Die Gleichung Wehrmacht=Verbrecher=Bundeswehr wird zum Ende hin immer
> > falscher. Sie zu verbreiten hiesse, jede gesellschaftliche Änderung
> > des letzten halben Jahrhunderts in D zu negieren und den Soldaten
> > eine gleichsam genetisch bedingte Affinität zu nazideutschen Greueln
> > anzudichten.
>
> Allerdings sind tote
> deutsche Soldaten weder ein schöner Anblick noch eine gute Sache,
> schon gar nicht wenn es um eine Angebliche Verteidigung Deutschlands
> am Hindukusch geht. Das ist öbszön.
Das ist Struck. Kein sehr cleverer Spruch, er kann eigentlich nur
politisch gemeint sein.
> > Entsprechende Einschätzungen würdest du dir gegenüber anderen
> > gesellschaftlichen Gruppen, auch solchen, die eher neueren Datums
> > sind, vermutlich eher nicht erlauben.
>
> Solange Art. 5 GG besteht erlaube ich mir jede gesellschaftliche
> Gruppe so einzuschätzen wie es mir passt.
Es würde dir aber nicht passen zu behaupten, dass Türken immer
stinken und Zigeuner klauen. Ich hatte den Eindruck, dass es dir sehr
wohl passte, die Zackigkeit vor dem Gemetzel … aber das haben wir
ja geklärt.
> Ich war übrigens selbst bei der Bundeswehr, und zwar unter der
> Prämisse das es Aufgabe der Bundeswehr ist den Bestand der
> freiheitlich-demokratischen Grundordnung und das Territorium der
> Bundesrepublik zu sichern. Eine Verteidigungsarmee ist immer
> gerechtfertigt wenn es auch um Verteidigung geht
Ja, soweit objektiv und richtig.
> und nicht darum die Guerillakriege auszufechten die
> irgendwelche “Supermächte” anzetteln und nicht selbst auslöffeln wollen.
Deine politische Wertung, der ich mich nicht anschliessen kann.

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