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ja - Die Proteste in Frankreich halten an

1 März, 2008 (15:01) | Allgemein

> Du hast wahrscheinlich gar nicht so unrecht mit Deinen Überlegungen
> aber wie sieht heute in Frankreich die Realtität aus?
>
> Studienabgänger finden nur schwer CDIs (unbegrenzte Verträge) sondern
> bestenfalls auf max. 18 Monate begrenzte CDD. Oder kommt bei
> Personalvermittlern zu Hungerlöhnen unter!
Ein begrenzter Vertrag ist in meinen Augen aber besser als ein
unbegrenzter mit zwei Jahren Probezeit.
> Das ist es was ich nicht begreiffe!? Es würde wirklich reichen, wenn
> die streikenden Studenten mal mit den Abgängern des letzten Jahrgangs
> reden würden, statt sich von Gewerkschaften den Kopf verdrehen zu
> lassen!
>
> Fakt ist neben dem obigen, daß ähnlich wie in D auch in Frankreich
> viele Betriebe nicht einstellen, weil sie die AN im “Ernstfall” nicht
> mehr los werden. So wird der AN Schutz zum Schutz GEGEN AN …
Ja. Über den Kündigungsschutz muss neu nachgedacht werden, auch in
Deutschland. Der Kündigungsschutz soll kein Instrument der
Besitzstandswahrung sein!
> Der CNE hat sich übrigens inzwischen ganz gut bewährt es gibt mehr
> Anstellungen und auch bereits VERURTEILTE AG die den den CNE
> ausnützen wollten (z.B. als Urlaubsvertretung - Frechheit)
>
> Ich denke es ist ein Versuch der sehrwohl funktionieren kann. Hier
> vergessen glaube ich immer noch zuviele, daß auch der AG in einen AN
> INVESTIERT! vorallem wenn es sich um einen hochwertigen studierten
> handelt. Er wird ihn nicht ohne guten Grund kündigen - also hat der
> AN wenn er gut ist eine ehrliche Chance sich zu bewähren und es
> spricht auch nicht dagegen die Probezeit abzukürzen - auch das ist
> möglich!
Jein. Du hast zwar recht, dass sich ein vernünftig handelndes
Unternehmen dessen bewusst ist. Nur gibt es auch unter
Führungskräften Idioten.
> Nur heute erhalten viele eben diese Chance NICHT!
>
> Und vergessen wir auch nicht, daß in Frankreich leider immer mehr
> Politik auf der Straße gemacht wird. Egal ob die Rechten oder Linken
> an der Macht sind, Reformen sind in F nur gegen der Widerstand der
> Straße durchzusetzen ..
> und scheitern deshalb meist - auch unabhängig ob von Linker oder
> Rechten Regierung, Beispiele der letzten 10 Jahre sind z.B.
> zahlreiche erfolglose Reformen des Bildungssystems, Agrarsystems,
> Arbeitsrecht..
Jo, und es sieht in Teilen danach aus, als wolle sich jeder bloss
seine Pfründe sichern. Kann ich aber auch verstehen, die oberen
sichern sich ihre Pfründe auch, nur eben nicht so plakativ auf der
Strasse. Letztlich sollte man miteinander reden, aber da jeder nur
auf seinem Standpunkt beharrt…
> Das gehört hier leider einfach zur “Kultur” persönlich empfinde ich
> es als undemokratisch eine demokratisch legitim gewählte Regierung
> und ihre Entscheidungen zu ignorieren.. Ich mußte auch Kohl ertragen
> und habe nicht die Innenstadt von Berlin oder Bonn angezündet!
Nun, auch wenn ich das Anzünden von Innenstädten nicht befürworte,
denke ich nicht, dass es mit einmal Kreuzchen alle vier Jahre getan
sein muss.
Mit mehr Mitbestimmung wie Volksentscheiden könnte man den Wunsch
nach gewaltsamen Protesten entschärfen.

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