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Proteste gegen hohe Kaviar- und Champagnerpreise - Proteste gegen hohe Computer- und Videos…

22 Februar, 2008 (09:01) | Allgemein

Die Preise für Kaviar und vor für Champagner sind in den letzten
Jahren stetig gestiegen. Vorwürfe aus der Adelsszene, diese
Entwicklung sei einer der Gründe für die weltweite
Fastfood-Problematik, wurden von Herstellern schroff zurückgewiesen:
Selbst bei einem Euro Verkaufspreis werde sich das Genussbewusstsein
der Konsumenten nicht ändern, lautete der Tenor.
Die europäische Initiative FairZehr will jedoch den Gegenbeweis
liefern. Auf ihrer Webseite rufen die Initiatoren zum weltweiten
Kaufboykott von Kaviar und Champagner in der Vorweihnachtszeit auf,
in der die Branche bisher immer den meisten Umsatz erzielte. “Kauft
keine Feinkost zwischen dem 1. und 8. 12. 2002″, lautet ein Appell
auf der Webseite. Egal, ob sich Geniesser wirklich die riesigen
Banner aus dem Web besorgen und verbreiten oder diese Aktion wie der
T-Euro-Boykott in Deutschland floppt: Die Initiatoren planen schon
jetzt eine Wiederholung der FairZehr-Kampagne. Diese und eine
digitale Unterschriftenaktion versteht FairZehr als ‘Warnschüsse’
gegen die Branche, den Preis pro Kilo bzw. Liter endlich auf
umgerechnet 320 Euro zu senken.
Die Aktion kann sich nach Angaben der Initiatoren sogar auf die
Unterstützung von Firmen und namhafter Anbietern aus der
Feinkostbranche stützen. Wie FairZehr auf der eigenen Site berichtet,
schlössen sich Hersteller wie unter anderem Feinkost Käfer, die
Hotelkette Ritz und das britische Königshaus der Meinung der
Initiative an.
Dass sich die inkriminierte Preispolitik, der den Worten von
Branchenkennern zufolge das Warten einer jeden Firma auf den einen
‘One Big Deal’ zu Grunde liegt, selbst scheinbar autarke Firmen wie
Beluga Russia und Laurent Perrier nicht mehr so recht leisten können,
deuten deren letzte Geschäftsberichte an. Perrier beispielsweise hat
einen Verlust in Höhe von knapp 49 Euro eingefahren. Die Firma denkt
zudem angeblich erst ein Jahr nach der letzten Umstrukturierung über
eine weitere Entlassungswelle nach. Nach einem Bericht der
französische Tageszeitung Les Echos sollen allein 28 Jobs in
Frankreich und damit 60 Prozent weltweit zur Disposition stehen; auch
in Deutschland und Großbritannien stünde ein Kahlschlag bevor. Die
deutsche Niederlassung will einen erneuten Personalabbau aber nicht
bestätigen: “Wir haben die Umstrukturierung 2001 abgeschlossen.
Weitere Stellenstreichungen wird es nicht geben”, sagte PR-Manager
Bernard Peraid

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